Sauna und Diät – Geht das?

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Viele, die etwas gegen ihre Pölsterchen tun möchten fragen sich oftmals, ob saunieren und Diät halten zusammenpassen. Die Antwort darauf ist denkbar kompliziert: „Ja, kommt darauf an“. Worauf es ankommt, werden wir im Folgenden beleuchten.

Mythos Schlank durch Sauna?!

Nein, leider nicht. Dieser Zahn muss hoffnungsvollen Neu-Saunagängern gleich gezogen werden. Alleine durch den Saunagang wird Mann oder Frau auf kurze Sicht nicht schlanker. Zwar hat es den Anschein, dass man beim Saunieren viel an Gewicht verliert, jedoch ist dies auf einen anderen Umstand zurück zu führen. Die Hitze lässt uns zwar schwitzen beim Saungang und auch die Waage zeigt weniger Gewicht danach, dies ist jedoch dem Wasserverlust zu zu schreiben, der sich durch den anschließende und notwendige Trinken an den Saunagang wieder ausgleicht.

Diätlüge

Der auftretende Wasserverlust kann übrigens sogar dazu führen, dass man mehr Lust auf Essen bekommt, jedoch sollte dieses Verlangen erst einmal durch Flüssigkeitszufuhr bekämpft werden, da dies eine Mangelerscheinung durch das Schwitzen in der Sauna ist.

Wer wirklich abnehmen will, wird um gesunde Ernährung und sportliche Betätigung nicht herum kommen. Aber enttäuscht sollte deswegen keiner sein. Der Saunagang hat eine anregende Wirkung auf den gesamten Organismus und kann so in Verbindung mit einer „normalen“ Diät sehr positive Effekte für die gewollte Gewichtsreduktion haben. Beispielsweise werden beim Saunieren und während des Schwitzvorgangs die Wasserkontingente im Fett- und Bindegewebe aktiviert, was dazu führt, dass eine Entschlackung des Körpers stattfindet.

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Diät & Sauna: Tipps

Zu allererst sollte immer auf das eigene Wohlbefinden geachtet werden. Es bringt keinem etwas, wenn man sich durch eine Diät quält von der man nicht überzeugt ist. Wenn der Kopf will, kann auch der Körper besser mit was man mit ihm vorhat umgehen. Sollte der Körper durch eine Diät eventuell geschwächt sein, sollten Saunagänge gemieden werden. Treten während des Saunagangs Beschwerden auf, wie beispielsweise Kreislaufprobleme sollte die Sauna schnellstmöglich verlassen werden und im Notfall ein Arzt aufgesucht werden.

Gerade aber im Bezug auf die Sauna und ihre diätunterstützende Wirkung sollte auf einige Dinge geachtet werden. Kleine Tipps an dieser Stelle, die jeder eigentlich kennt, können mittel- und langfristig große Auswirkungen haben.

Diese vier Tipps sind der Grundstein für deinen Erfolg, wenn du dich dazu entscheidest eine Diät zu machen. Jedoch müssen alle vier individuell an dich angepasst werden. Du machst die Diät und nicht die Diät dich!

1. Diät-Tipp: Trinken

Der erste Tipp ist zugleich auch der einfachste: Trinken! Das Warum ist natürlich leicht erklärt. Der Flüssigkeitshaushalt muss während und nach dem Saunieren wieder aufgefüllt werden, damit der Körper nicht dehydriert. Die Frage nach dem Was ist in Bezug auf Diäten aber auch wichtig. Wer seinen Flüssigkeitshaushalt mit Soft-Getränken auffüllt oder mit Obstsäften wird zwar den Verlust an Flüssigkeit kompensieren, jedoch sicherlich aufgrund des hohen Zucker- und Kaloriengehalts keine Pfunde purzeln lassen.

Trink
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Auch wenn es am Anfang eventuell ungewohnt sein mag sind ungesüßte Tees, stark verdünnte Schorlen (Verhältnis 1:4) oder am besten Mineralwasser die bessere und weitaus gesündere Alternative den Durst zu löschen und bei der Diät zu unterstützen.

Wichtig ist dabei, dass die durch das Schwitzen verlorenen „guten“ Stoffe wie Mineralien ersetzt werden. Alkohol­haltige Getränke sollten vermieden werden, da diese die Gefäße im Körper weiten und es dadurch zu Blutdruckverlust kommen kann, der sehr schnell gefährlich werden kann.

2. Diät-Tipp: Treibe Sport

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Gerade die Kombination aus Sport und saunieren hilft beim Abnehmen. Die Sauna, wenn ein bis zwei Mal die Woche besucht, hilft dem Körper sich wieder schneller zu regenerieren. Zudem wird die Durchblutung des Organismus und dessen Muskeln gefördert, was zu einer erhöhten Nährstofffluktuation im Körper führt. Dabei sollte man immer nach der sportlichen Aktivität den Saunagang vornehmen und nicht vorher. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass der Kreislauf stabil ist. Wenn diese Grundvoraussetzungen erfüllt sind, steht der Entspannung physisch, wie psychisch nicht mehr im Weg.

Treibe Sport
GO

Sauna nach dem Sport? Auf jeden Fall! Sportler profitieren nach dem Training von der Sauna, aufgrund einer besseren Durchblutung der Muskulatur. Die Regenarationszeiten werden dadurch verkürzt, weil Stoffwechselendprodukte schneller abgefördert werden können. Auch Muskelkater durch intensives Training könnt ihr durch einen Saunagang schneller überwinden.

NO-GO

Sauna vor dem Sport? Auf keinen Fall! Durch das Saunieren verliert der Körper bis zu 2% Wasser, welches wichtig für den Ausdauersport ist und somit das Saunieren vor dem Training leistungshemmend wirkt. Ebenfalls verliert der Körper Natriumchlorid (NaCl), was jedoch wichtig ist für die Leistungsfähigkeit der Muskulatur während des Trainings und somit auch kontraproduktiv wirkt.

3. Diät-Tipp: Iss lecker, aber iss bewusst

Am Ende des Tages muss ein Kaloriendefizit gegenüber dem täglichen Bedarf stehen, ohne dass dabei der Körper leidet. Dieser Tipp ist immer leichter gesagt als getan. Viel zu viele kleiner Ernährungssünden lauern auf dem Weg zum Traumgewicht und alle wollen sie uns zu Fall bringen. Einen allgemein gültigen Ratgeber an dieser Stelle zu geben, wie viele Seiten es im Internet tun, können wir hier nicht. Jeder Mensch ist individuell und das gilt gerade für seinen Körper. Nicht jede Diät ist für jeden geeignet.

Iss lecker, aber bewusst
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Manche mögen lieber Kohl als Ananas, andere lieber Rohkost als durchgekochtes Gemüse. Wichtig bei der Auswahl der richtigen Diät ist einmal die Frage „Kann ich mit dieser Ernährung langfristig mich identifizieren und hilft sie mir den kleinen, aber gemeinen Sünden des Alltags zu widerstehen“. Genau diese Frage am Anfang einer Diät entscheidet darüber, ob diese Erfolg haben kann oder nicht, da sie über die grundlegende Motivation des- oder derjenigen viele aussagt. Auch eine wichtige Rolle spielen dabei Unverträglichkeiten. Beispielsweise wird niemand der eine Fruktose-Intoleranz hat, den ganzen Tag nur Ananas essen können ohne dabei gesundheitliche Beschwerden zu bekommen. Des Weiteren sollten bei der Ernährung während einer Diät genau darauf geachtet werden, dass keine Mangelerscheinungen auftreten. Was bringt es, wenn ich 20 Kilo abnehme, danach aber nicht mehr leistungsfähig bin?! Ein Tipp zum Tipp: Lieber nach dem Saunagang essen, da ansonsten die Verdauung das Entspannungserlebnis negativ beeinflussen kann. Gegen leichte Obst- und Gemüsesnacks spricht aber in der Regel (und falls keine Unverträglichkeiten vorhanden sind) nichts.

4. Diät-Tipp: Motiviere dich

Der vierte und wahrscheinlich wichtigste Tipp: Motiviere dich. Wie auch schon im vorangegangen Abschnitt ersichtlich wird, ist die innere Haltung der grundlegende Schlüssel zum Erfolg einer Diät. Aller Anfang ist schwer und niemand hat so hohe Ansprüche an sich wie der- oder diejenige, der oder die sich Ziele setzt. Von außen betrachtet sind viele Dinge immer einfacher als sie dann nachher in der Praxis sind. Was also tun? Zwischenziele setzen auf dem Weg an die Spitze. Niemand rennt am ersten Tag einen Marathon, sondern erst 5 km, dann 10, 15, 20, usw..

Motiviere dich

Dabei sollten die Belohnungen nicht unbedingt mit dem Ziel zu tun haben à la „Einmal sündigen pro Monat als Belohnung ist erlaubt“. Das wirkt eher kontraproduktiv, da hier das Verlangen wieder angekurbelt wird. Die Motivation muss dabei durch ein zeitlich festgelegtes Zwischenziel gefördert werden, dass wirklich gewollt ist, beispielsweise „Ich möchte bis zum 01.07. wieder in meine Hose von vor einem Jahr passen“. Auch sollte dabei der gute, alte Realismus beachtet werden. Ziele die von Anfang nicht zu erreichen sind, sind auch zielführend und deprimieren. Auch wird mal Phasen geben, wo es mal nicht so läuft. Gerade für die Phasen sollte ein kleiner Notfallplan erarbeitet werden, um sich neue Motivation zu verschaffen. Ein Tagebuch über erreichte Dinge kann dabei sehr nützlich sein, weil einem immer wieder vor Augen geführt wird, wie weit man doch schon gekommen ist. Motivation hat sehr viel mit Psyche zu tun. Ist die die psychologische Komponenten entspannt bei einem Menschen, so fällt ihm oder ihr vieles leichter. Um den Schwenk wieder zum Thema unserer Seite zu bekommen. Der Saunagang wirkt sich sehr positiv auf das menschliche Nervensystem aus und hilft tatsächlich und nachweislich dabei sich zu entspannen. Auch in der Verbindung mit Saunadüften lassen sich beispielsweise kognitive Vorgänge positiv stimulieren.

Fasten & Saunieren

Während des Fastens muss niemand auf das Saunieren verzichten. Ein Saungang fördert sogar den Fastenvorgang. So können Giftstoffe, körpereigene Abfallprodukte und Schlacken des Körpers über den Schweiß schneller abgebaut werden. Allerdings muss man während des Fastens mehr auf den eigenen Kreislauf achten daher ist ein schonender Saunagang die klare Empfehlung.

Merkzettel für den Saunagang während des Fastens

  • 3 - 4 Tagen warten

    Erst nach 3 – 4 Tagen des Fastens mit dem Saunieren anfangen, damit sich der Körper und Kreislauf an die veränderte Situation anpassen kann.

  • 70°C

    Belasse die Saunatemperatur bei ca. 70°C. Dieses Temperaturniveau ist ideal, um den Kreislauf nicht zu überfordern. Lieber niedrigere Temperaturen und länger Schwitzen, als große Hitze und einen Kreislaufkollaps riskieren.

  • 2 Saunagänge

    Maximal 2 Saunagänge á 10 Minuten sind völlig ausreichend, um den Körper beim Fasten zu unterstützen und das Wohlfühlgefühl zu fördern.

  • Abkühlen

    Kühle zuerst dein Gesicht abkühlen, dann die Beine und den restlichen Körper, um einen Kreislaufzusammenbruch zu vermeiden.

  • Haut pflegen

    Nach der Abkühlphase ist es ratsam pflegende Öle oder Cremes auf die Haut aufzutragen, da die Haut während des Fastens austrocknet.

Detox-Diät

Ein weiterer Mythos, wenn es um’s Fasten geht. Die meisten getesteten Detox-Produkte, wie z.B. Shampoos, Tees, Nahrungsergänzungsmittel, sind unwirksam. Der Körper baut nicht aufgrund irgendwelcher Zaubermittel die Giftstoffe im Körper schneller ab. Einige Detox-Marken wurden von „Sense about Science“ untersucht mit dem Ergebnis:

Der Begriff Detox wird unterschiedlich definiert und alle Produkte waren nicht wirksam.

Kalorienverbrauch in 30 Minuten

Squash
Joggen
Aerobic
Schwimmen
Rasen mähen
Hausarbeit
Geschirr spülen
Autofahren
Sauna
Schlafen
AktivitätKalorienverbrauch
Squash330
Joggen285
Aerobic250
Schwimmen180
Rasen mähen145
Hausarbeit110
Geschirr spülen76
Autofahren60
Sauna40
Schlafen30

Quelle: Barmenia – hier findet ihr weiter Aktivitätsangaben mit dem jeweiligen Kalorienverbrauch